Tätigkeitsschwerpunkte

Grundsätzlich gilt:
Kein verwandtschaftliches Vertretungsrecht per se
Weit verbreitet, aber falsch ist die Ansicht, dass nahe Verwandte eine Art Vertretungsrecht aus ihrer Verwandtschaftsposition hätten und daher kein Regelungsbedarf bezüglich der Vorsorge für den Ernstfall besteht. Rechtsverbindliche Erklärungen dürfen nach unserem Recht nur Eltern für ihre minderjährigen Kinder im Rahmen des Sorgerechts abgeben. Bei einem Volljährigen kann nur ein von diesem Bevollmächtigter oder ein gerichtlich bestellter Betreuer entscheiden oder Erklärungen abgeben.
 

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung können Sie schriftlich Ihren Willen festhalten, in welcher Art und Weise und inwieweit Sie ärztliche Behandlung, Nichtbehandlung oder Behandlungsgrenzen wünschen für den Fall, dass Sie einmal selbst nicht mehr darüber entscheiden können oder Ihren Willen nicht mehr kundtun können, sei es nur vorübergehend, sei es aufgrund eines Verkehrsunfalls, eines Sportunfalls oder im Alter. Auf diese Weise kann sich jeder Mensch sein Selbstbestimmungsrecht bewahren.

Weitere Fragen und Antworten siehe  PDF Patientenverfügung

Vorsorgevollmacht

In der Vorsorgevollmacht benennen Sie eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens, die im Bedarfsfall für Sie handeln. Sie haben im Rahmen der Vollmacht ähnlich einem Testament auch die Möglichkeit, persönliche Bedürfnisse und konkrete Vorstellungen kund zu tun und können auch Anweisungen erteilen, wie Sie Ihre Angelegenheiten geregelt haben möchten.

Mit Hilfe der entsprechenden Vorsorgevollmacht darf z.B. der dadurch Bevollmächtigte Ihre Patientenverfügung bei den
behandelnden Ärzten vorlegen, da er durch die Vollmacht dazu legitimiert ist. Sind sich Ärzte und der Bevollmächtigte einig,
dass eine in der Patientenverfügung geregelte Situation vorliegt, kann die Patientenverfügung sofort umgesetzt werden, bei Nichteinigkeit muss das Betreuungsgericht (eine Abteilung des Amtsgerichts) zunächst darüber entscheiden.

Weitere Fragen und Antworten siehe  PDF Vorsorgevollmacht

Betreuungsverfügung

Haben Sie keinen Bevollmächtigten eingesetzt, können Sie in einer Betreuungsverfügung bestimmen, wer vom Betreuungsgericht als Ihr Betreuer eingesetzt werden soll oder wer keinesfalls als Betreuer in Betracht gezogen werden soll. Der Betreuer hat Ihre Angelegenheiten so zu besorgen, wie es Ihrem Wohl und - wenn festgelegt und soweit dem Betreuer zumutbar - Ihren Wünschen und Vorstellungen entspricht, wenn Sie betreuungsbedürftig sein sollten.

Der Betreuer untersteht - im Gegensatz zum Bevollmächtigten - der Kontrolle des Betreuungsgerichts.

Weitere Fragen und Antworten siehe  PDF Betreuungsverfügung

Sorgerechtsverfügung

Haben Sie minderjährige Kinder, können Sie in einer Sorgerechtsverfügung bestimmen, welche Person Ihres Vertrauens Vormund für Ihr Kind wird, falls Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihrer elterlichen Sorge nicht mehr nachkommen können und Ihren Willen nicht mehr erklären können. Hierbei ist bei Scheidungskindern und/oder Vermögenssorge des Kindes gegebenenfalls einiges zu beachten.

Weitere Fragen und Antworten siehe PDF Sorgerechtsverfügung

Download
Patientenverfügung (56 kb)
Vorsorgevollmacht (44 kb)
Betreuungsverfügung (41 kb)
Sorgerechtsverfügung (41 kb)